cyan
magenta
yellow
schwarz
beispiel: vorlage zum durchzeichnen
beispiel: übertrag auf linolplatte
linolschnitt
eine kleine anleitung
Der Linolschnitt (auch Linoleumschnitt; englisch: linocut) (von lateinisch līnum oleum: Leinöl) ist eine grafische Technik. Neben dem Holzschnitt und Stempeldruck ist er ein gebräuchliches Hochdruckverfahren. Er bezeichnet zum einen die Hochdrucktechnik und zum anderen das fertige, gedruckte Bild.
Die Druckplatte besteht aus Linoleum. Das Material ist billiger, elastischer, weicher und leichter zu bearbeiten als Holz. Die druckenden Teile sind auf der Linoleumplatte erhaben, während die nicht druckenden Teile vertieft liegen. Die hochstehenden Teile werden mit Farbe überwalzt und dann auf einem Bedruckstoff (meist Papier) abgedruckt. Das gedruckte Bild ist gegenüber dem Bild auf der Druckplatte spiegelverkehrt.
Material und Werkzeug
Linoleumplatte
Als Druckplatte dient eine Linoleumplatte. Sie besteht im Wesentlichen aus Leinöl, Harz, Kork- und Holzmehl, das auf einem Jutegewebe als Trägerschicht aufgebracht ist.
Schneidewerkzeug
Als Werkzeuge dienen verschiedene Schneideklingen: ein Konturmesser, ein Geißfuß (v-förmige Klinge) und drei Hohleisen (Rundmesser, u-förmige, 2, 3 oder 4 mm breite Klinge).
Druckfarbe
Als Druckfarbe lassen sich wasserlösliche Farben oder ölbasierte Farben verwenden. Bei mehrfarbigen Drucken zu empfehlen sind die Farben in CYAN, YELLOW, MAGENTA, SCHWARZ und WEISS, da sich mit diesen 5 Farben alle Farbtöne anmischen lassen. Es gibt aber auch fertig angemischte Farben bzw. Farbtönungen in kleinen Tubengebinden.
Papier oder andere Bedruckstoffe
Meist wird auf Papier (z. B. Japanpapier, Löschpapier) gedruckt, das glatt, saugfähig und zerreißfest ist. Das Papier ist im Allgemeinen weiß, kann aber auch farbig oder gemustert sein.
Weiterhin benötigt man zum Drucken eine Farbwalze, eine glatte Glas- oder Steinplatte, eine Druckpresse oder Küchenutensilien wie Nudelholz.
Arbeitsschritte
Entwurf
Im Allgemeinen fertigt man zunächst einen Entwurf. Das kann eine Vorzeichnung auf Papier, ein Papierschnitt aus schwarzem Papier oder eine Zeichnung direkt auf der Linolplatte sein.
Übertragen des Entwurfs: Der Entwurf wird auf die Linolplatte übertragen. Das kann zum Beispiel mit Hilfe von Durchschlagpapier (Durchschreibepapier) oder mittels Transparentpapier geschehen.
Schneiden
Die Teile, die später die Farbe aufnehmen sollen, müssen erhaben stehen bleiben. Die nicht druckenden Bereiche werden mit dem Schneidewerkzeug aus dem Linoleum herausgeschnitten. Die Kanten der stehengebliebenen Fläche dürfen nicht unterhöhlt sein. Sie würden sich sonst beim Drucken umbiegen oder ausbrechen. Um sich nicht zu verletzen, sollten die Schnitte immer vom Körper weg und nicht in der Richtung zu der Hand erfolgen, welche die Linolplatte festhält. Es gibt auch Schneidbretter, an denen man die Linolplatte zum schnitzen anlegen kann.
Farbauftrag
Mit einer Farbwalze (Farbroller, Gummiwalze) wird zunächst auf einer glatten Oberfläche (Glas- oder Steinplatte) die Farbe verteilt und gleichmäßig aufgenommen. Dann wird die Platte eingefärbt, wobei auf eine gleichmäßige Verteilung zu achten ist. Statt mit einer Walze lassen sich Farben mit Pinseln, Tupfern oder den Fingerspitzen auftragen.
Druck
Auf die Druckplatte wird das Papier gelegt. Ein Handdruck (Reibedruck) erfolgt zum Beispiel mit dem Handballen oder mit Küchenutensilien (z. B. Teigrolle, Ess- oder Kochlöffel). Ein Pressendruck mit einer Druckpresse eignet sich für größere Auflagen und gleichmäßigen Farbauftrag.
textquelle: wikipedia
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